Goehren

Göhren


Das staatlich anerkannte Seebad (ca 1.300 Ew.) ist der größte Ort auf der Halbinsel Mönchgut. Aus einem Fischerdorf entwickelte sich der Ort seit 1878 zu einem bekannten und beliebten Ostseebad. Seit 1899 reisten die Gäste mit der Kleinbahn Rasender Roland nach Göhren. Heute ist die Bahn hauptsächlich eine Touristenattraktion und besonders für Familien ein Urlaubserlebnis. Das Ortsbild ist durch die Bäderarchitektur geprägt. Es gibt Hotels, Pensionen, Appartementhäuser - rekonstruierte oder neuerbaute, ein vielseitiges Übernachtungsangebot.
Ein kilometerlanger breiter Sandstrand, die Promenade, der Kurplatz und die Seebrücke gehören ebenso zum Urlaubsort wie  eine Schifffahrt von der Seebrücke zur Kreideküste oder ein Besuch in den "Mönchguter Museen". Vier davon befinden sich in Göhren:
- Das Heimatmuseum gibt über Menschen und Mönchgut Auskunft.
- Der Museumshof ist eine agrarhistorische Ausstellung.
- Das Rookhus, schornsteinloses Fischer- und Kleinbauernhaus (18. Jh.).
- Das Museumschiff "Luise" , ist ein eisernes Plattbodenschiff von 1906, das als Motorsegler genutzt wurde.

Die anderen drei Museen sind das Schulmuseum in Middelhagen, das Pfarrwitwenhaus in Groß Zicker und das Küstenfischermuseum in Baabe. Ein Besuch lohnt sich.

Schon gewusst?
Nach Rügen kam die Kartoffel vermutlich in der 2. Hälfte des 18. Jh.. In den Aufzeichnungen des damaligen Pastors vom Kirchspiel Swantow über die Bewirtschaftung des Pfarrgartens wird die Einrichtung einer "Artoffel-Koppel" auf einem halben pommerschen Morgen (0,655 ha) erwähnt.
In Europa ist die Kartoffel seit 1533 bezeugt. Francis Drake gilt als erster Importeur, da wurde die südamerikanische Kulturpflanze noch "Patata" genannt.