Prora

Prora


Ortsteil von Binz. 1936 begann hier der Bau der größten KdF-Anlage Deutschlands, die aber nie vollendet wurde. 20.000 Menschen sollten sich gleichzeitig in Prora erholen können. Neben den acht Bettenhäusern waren Restaurants und umfangreiche Sport- und Freizeitan-lagen geplant und zum Teil im Rohbau fertiggestellt, so auch eine Kaianlage für Ausflugs-schiffe. Die große Festhalle mit 20.000 Sitzplätzen wurde nicht mehr gebaut.
Nach dem Krieg und während der DDR-Zeit wurden Sprengungen am nördlichsten Block durchgeführt, es bestand aber nie die Absicht, damit die Anlage komplett zu zerstören. Von 1949 bis zur Wende war Prora einer der größten Militärstandorte der DDR.
Gleich nach der Wende gab die Bundeswehr den Militärstandort auf. Über die Geschichte von Prora informieren verschiedene Museen und Dokumentationen.
Interessant für die ganze Familie ist auch das Eisenbahn- und Technik-Museum.



Schon gewusst?
Ein „Donnerkeil“ sieht aus wie eine Geschoss-Spitze. Unsere Vorfahren glaubten, es wären die Spitzen der Blitze, die der germanische Gott Donar auf die Erde schleuderte.
Doch es handelt sich um Fossilien aus der Kreidezeit, um Belemniten. Die versteinerten Enden der kalmarähnlichen Tintenfische findet man am Strand. Es sind meist nur Bruchstücke, manchmal etwas längere Spitzen und wenn man Glück hat auch bis zu zwölf Zentimeter lange „Donnerkeile“.