Stoertebeker

Störtebeker


Der Überlieferung nach soll er im 14. Jh. auf Rügen geboren sein und aus Ruschvitz stammen. Es gibt viele Sagen über ihn. So hatten Klaus Störtebeker und seine Kumpanen Schlupfwinkel in der Stubbenkammer, am "Schlosswall" bei der Försterei Werder, in Ralswiek, in Venz, in Ralow usw.. Hier vergruben sie, wie jeder weiß, auch ihre Schätze.
Den historischen Hintergrund bildeten im 14.Jh. die Kriege um die Vormachstellung im Ost-seeraum. Bei der Belagerung Stockholms durch die Dänen wurden die Eingeschlossenen mit Lebensmitteln (Victualien) von See her versorgt. Jene Seefahrer nannten sich Vitalienbrüder und führten später auf eigene Faust Kaperfahrten gegen alle Hansestädte. Waghalsige Abenteurer und Verbrecher gesellten sich zu diesem Haufen. Weil die Seeräuber ihre Beute zu gleichen Teilen unter sich aufteilten, nannten sie sich auch Likedeeler.
1402 rüsteten die Hamburger unter Simon von Utrecht zum Kampf gegen Störtebeker. Das Hauptschiff Störtebekers soll durch Verrat manövrierunfähig gemacht worden sein. So wurde er mit 70 Mann gefangen und schließlich auf dem Grasbook in Hamburg geköpft.

Seit 1993 werden die Abenteuer von Klaus Störtebeker von Ende Juni bis Anfang September jeden Jahres in Ralswiek auf der Störtebeker-Freilichtbühne aufgeführt. Mehr als 8.000 Besucher finden Platz in einem der größten Freilichttheater Europas. Von montags bis samstags lassen etwa 150 Akteure, dazu Pferde, Schiffe und viel Pyrotechnik die  Vorstellungen zu einem Erlebnis werden. Jedes Jahr besuchen über 380.000 Gäste und Einheimische die Aufführungen in Ralswiek.



















Schon gewusst?
Ein „Donnerkeil“ sieht aus wie eine Geschoss-Spitze. Unsere Vorfahren glaubten, es wären die Spitzen der Blitze, die der germanische Gott Donar auf die Erde schleuderte.
Doch es handelt sich um Fossilien aus der Kreidezeit, um Belemniten. Die versteinerten Enden der kalmarähnlichen Tintenfische findet man am Strand. Es sind meist nur Bruchstücke, manchmal etwas längere Spitzen und wenn man Glück hat auch bis zu zwölf Zentimeter lange „Donnerkeile“.