Wiek

Wiek


Der zweitgrößte Ort (ca. 1.500 Ew.) der Halbinsel Wittow am Wieker Bodden gelegen, hat noch dörflichen Charakter. Die Durchgangsstraße und den davon abseits liegenden Dorfplatz säumen meist einstöckige, oft rohrgedeckte Häuser.
Der Hafen wurde saniert, neben der Infastruktur für Wassersportler gibt es hier moderne Ferienwohnungen mit Seeblick. Noch geklärt werden muss die Zukunft der bald einhundert Jahre alten Fragmente der Verladebrücke für Kreide.
In der spätgotischen Backsteinkirche (15. Jh.) ist das hölzerne Standbild des heiligen Georgs zu sehen. Von dem wird erzählt, er hätte das Dorf von einer Maulwurfplage beseitigt, danach sollen auf Wittow keine Maulwürfe mehr gesehen worden sein. Gleich neben der Kirche der hölzerne Glockenturm.
In Wiek befindet sich das größte Kinderkurheim Rügens, es wurde bereits 1929/30 errichtet. Neben der Landwirtschaft soll der Tourismus als Wirtschaftszweig weiter entwickelt werden. Einige kleine Pensionen, Ferienwohnungen und Privatquartiere bieten Übernachtungs-möglichkeiten.
Von Wiek aus werden in der Hauptsaison Schiffsausflüge nach Hiddensee angeboten.




Schon gewusst?
Ein „Donnerkeil“ sieht aus wie eine Geschoss-Spitze. Unsere Vorfahren glaubten, es wären die Spitzen der Blitze, die der germanische Gott Donar auf die Erde schleuderte.
Doch es handelt sich um Fossilien aus der Kreidezeit, um Belemniten. Die versteinerten Enden der kalmarähnlichen Tintenfische findet man am Strand. Es sind meist nur Bruchstücke, manchmal etwas längere Spitzen und wenn man Glück hat auch bis zu zwölf Zentimeter lange „Donnerkeile“.